Für Eltern in „Corona-Zeiten“: Goldene Medienregeln zur Mediennutzung

Wir möchten an dieser Stelle die von der Landesmedienanstalt (LMS) veröffentlichte „Pressemitteilung 11/2020: Goldene Regeln zur Mediennutzung für Eltern in Corona-Zeiten“ im Original zitieren. Hier finden Sie nützliche Hinweise!

„Saarbrücken, 19. März 2020: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind Schulen,

Kindertagesstätten, Spielplätze und Sportanlagen geschlossen, Kinder sollen überwiegend

zuhause betreut werden.

Goldene Medienregeln zur Mediennutzung für Eltern in „Corona-Zeiten“

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind Schulen, Kindertagesstätten, Spielplätze und Sportanlagen geschlossen, Kinder sollen überwiegend zuhause betreut werden. Die Versuchung, Medienangebote zur Kinderbetreuung einzusetzen, ist groß. Unsere „Goldenen Medienregeln“ geben Eltern Tipps und Hilfestellungen für einen Umgang mit Medien in der Familie, der allen Beteiligten möglichst wenig schadet.

 

  • Kinder brauchen gerade in diesen Zeiten verlässliche Ansprechpartner: Sprechen Sie mit Ihren Kindern über das, was sie in den Medien über den Coronavirus hören und sehen. Seien Sie ehrlich, versuchen Sie aber Ihre Kinder nicht noch zusätzlich zu ängstigen. Nachrichtensendungen für Erwachsene sind nicht für Kinder im Kita- und Grundschulalter geeignet.
  • Ihre Kinder brauchen Sie gerade jetzt: Versuchen Sie – auch wenn Sie im Home-Office sind – Medien möglichst gemeinsam mit Ihren Kindern zu nutzen. Viele Online- und Offline-Spiele lassen sich auch gemeinsam spielen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder möglichst kindgerechte Angebote sehen und hören. Informieren Sie sich (z.B. www.internet-abc.de, www.flimmo.de, www.klick-tipps.net) und schlagen Sie ihnen geeignete Sendungen oder Spiele vor. Achten Sie auf Ausgleichsmöglichkeiten, z.B. Bewegungsspiele zuhause.
  • Denken Sie daran, dass Kinder in verschiedenen Altersgruppen unterschiedliche Zuwendung und Unterstützung brauchen. Achten Sie auch in Krisenzeiten auf Jugendschutz, Datenschutz und Sicherheit. Verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen im Beisein von Kindern.
  • Warnen Sie Ihre Kinder vor Gefahren (Abo-Fallen, Viren, In-App-Käufe, Cybermobbing, etc.) und geben Sie ihnen Verhaltenshinweise zur Problemlösung.
  • Denken Sie daran: Ihr Kind orientiert sich an Ihrem Medienverhalten – Seien Sie Vorbild und richten Sie regelmäßig Familienzeiten ein, in denen alle auf Medien verzichten (z.B. beim Essen).
  • Machen Sie sich gemeinsam bewusst, dass es aufgrund der Vielzahl von Zugriffen (u.a. Home-Office, Streaming-Angebote, Lernplattformen, Telefongespräche) gelegentlich auch zu Qualitätseinbußen bei der Internet-Übertragung kommen könnte. Versuchen Sie, geduldig damit umzugehen.
  • Klären Sie, wer wann das Internet nutzen darf. Schulische Anwendungen können zum Beispiel am Vormittag und Anwendungen im Home-Office während der üblichen Bürozeiten Vorrang haben.
  • Medienangebote eignen sich gut zu Gesprächsanlässen: Lassen Sie sich von Ihren Kindern genutzte Medienangebote zeigen und versuchen Sie immer mal wieder mit ihnen darüber zu sprechen. Machen Sie Ihre Kinder darauf aufmerksam, dass im Netz auch viel Unwahres verbreitet wird und wie wichtig seriöse Information ist.
  • Nutzen Sie die Zeit, bis Kindertageseinrichtungen, Schulen und Freizeiteinrichtungen wieder öffnen, auch für positive Familienzeiten – lassen Sie sich nicht durch Medien ersetzen, Ihre Kinder brauchen Ihre Zuwendung.“